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Stellungnahme "Kirchliches Arbeitsrecht ändern" der Kath. Bundesarbeitsgemeinschaft für Einrichtungen der Familienbildung

Änderung des kirchlichen Arbeitsrechts erforderlich

Die Selbstverpflichtungserklärungen verschiedener deutscher Bischöfe, dass in ihrem (Erz-)Bistum kirchlich unzulässige Zivilehen, die sexuelle Orientierung oder die geschlechtliche Identität keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen mehr nach sich ziehen werden, werden vom Leitungsteam der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Einrichtungen der Familienbildung ausdrücklich begrüßt.

„Empathie, fachliches Know-how und die Fähigkeit, sich in einer dialogischen Haltung vorurteilsbewusst auf die jeweiligen Familiensituation der Teilnehmenden einlassen zu können - das sind die notwendigen Grundkompetenzen unserer Mitarbeiter*innen“, so Ulli Paege, Mitglied des Leitungsteams. Zugleich hat das Leitungsteam Sorge, dass das kirchliche Arbeitsrecht in Deutschland zu einem diözesanen Flickenteppich wird. Es appelliert daher, die Grundordnung schnellstmöglich zu ändern, wie es im Handlungstext des Synodalforums zu Sexualität und Partnerschaft gefordert wird. Dieser erhielt bei der dritten Synodalversammlung des Synodalen Wegs die größte Zustimmung aller Anträge. Ulli Paege: „Bis es so weit ist, sind die Bischöfe aufgerufen, dem Beispiel ihrer Mitbrüder zu folgen und auf arbeitsrechtliche Konsequenzen zu verzichten.“ 
Die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Einrichtungen der Familienbildung (BAG) ist seit 1956 der Zusammenschluss von derzeit 80 katholischen Familienbildungsstätten und zwei katholischen Verbänden auf Bundesebene. Katholische Einrichtungen der Familienbildung haben den kirchlichen Auftrag, Familien aus ihrer christlichen und werteorientierten Grundhaltung heraus bei den steigenden Anforderungen in der Gesellschaft zu begleiten. Der öffentliche Auftrag basiert auf Sozialgesetzbuch (SGB) - Achtes Buch (VIII) - Kinder- und Jugendhilfe (§16) und in einigen Bundesländern auch auf den Erwachsenenbildungsgesetzen. 
 
V.i.S.d.P.: Aline Gehrt
Leiterin der Fachstelle
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familienbildung deutschland – Kath. BAG für Einrichtungen der Familienbildung

Bonn, 22. Februar 2022